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seerose
22.05.2018
Wiener Sängerknaben an «Seerose» interessiert
Auf dem Vierwaldstättersee soll ein schwimmendes Kulturcenter entstehen. Das Musikpädagogische Forschungs-Zentrum der Wiener Sängerknaben will laut einer Mitteilung vom Sonntag dazu die «Seerose», eine bestehende, wegen ihrer Grösse aber umstrittene schwimmende Plattform, umbauen.

Um das Projekt umzusetzen, reichte die Stiftung mit Sitz im luzernerischen Vitznau eigenen Angaben zufolge beim Kanton Nidwalden ein Gesuch für eine Standplatzbewilligung in Beckenried ein. Dort sollen die Abbruch- und Wiederaufbauarbeiten durchgeführt werden. Die Finanzierung sei gesichert.

Die bisherige Seebühne namens «Seerose» war 2015 für die Zentralschweizer Tourismus-Jubiläumsanlassreihe Gästival gebaut worden. Die 50 auf 50 Meter grosse Metallkonstruktion ist in Flüelen (UR) zwischengelagert. Projekte für eine dauerhafte Weiternutzung kamen nicht zustande. Der Landschaftsschutz stört sich am dominanten Erscheinungsbild.

Die Besitzerin plant nun, den Stahlkoloss bis auf den Schwimmkörper zurückzubauen. Die überdimensionierten Rosenblätter sollen einem deutlich kleineren Pavillon weichen. Ziel ist es, lokalen Vereinen, Institutionen und Organisationen aus Kunst, Kultur, Gesellschaft und Gastronomie eine neue Plattform zu bieten. Das Bauwerk soll rund um den Vierwaldstättersee an mehreren Standorten für eine bestimmte Zeit andocken können.

Die Kosten für den Umbau und den künftigen Betrieb trägt die Stiftung. Sie verfügt laut eines Berichts der Zeitung «Zentralschweiz am Sonntag» über 24 Millionen Franken Eigenkapital und wird vom österreichischen Investor und Musikliebhaber Peter Pühringer finanziert. (sda/npa)

  
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